An diesem Abend galt es, die verlorene Fußballerehre wiederherzustellen und eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen.
Durch ein gutes bis teilweise sehr gutes Pressingspiel störte Eintracht das Aufbauspiel des Gegners frühzeitig, wusste aber wieder einmal nicht, die hohe Anzahl der Chancen zu verwerten.
TSV Klausdorf baute das Spiel von hinten auf und versuchte durch Kombinationsspiel das Mittelfeld der Eintracht zu überwinden. In den vergangenen Wochen war das mit ein Knackpunkt im Eintrachtspiel. Nicht aber heute! An diesem Spieltag stand das Mittelfeld, gebildet von Lars Lorenzen, Recai Kurt, Serif Urhan und Thomas Loock, sehr kompakt und verhinderte überfallartige Angriffe aufs eigene Tor. Beide Manndecker, Boy Büttner und Andy Karl, hatten ihre Gegenspieler gut im Griff. Der Libero Frank Bestler dirigierte nicht nur seinen gut aufgelegten Vorstopper Jens Schmidt, er hatte auch meist ein gutes Auge für alle Vorderleute.
Zu Beginn des Spieles verstand es Eintracht sehr gut die gewonnen Zweikämpfe in schnelle Konter umzuwandeln. Jedoch fehlte wie allzu oft der letzte präzise Pass und doch ließen sich die Eisenbahner nicht entmutigen und wurden in der 24 Minute belohnt. Ausgangspunkt war eine schöne Kombination des rechten Mittelfelds zwischen Serif Urhan und Thomas Loock, der von der rechten Außenlinie eine hohe Flanke in den Strafraum schoss. Der gegnerische Torwart lief raus, konnte den Ball nicht sichern und Recai Kurt schob den Ball flach ins lange Eck und es stand verdient 0:1. Durch einen technischen Fehler in der Eintrachtabwehr gelang dem TSV Klausdorf innerhalb von 3 Minuten der Ausgleichstreffer. Der gut aufgelegte Torhüter Rainer Edier war machtlos. Eintracht ließ sich nicht beirren und spielte weiter Kombinationsfußball, setzte den Gegner immer wieder unter Druck, insbesondere die beiden Stürmer Malte Bley und Karsten Nay störten das Aufbauspiel der Gastgeber, deren vielbeinige Abwehr aber eliminierte in der 32. Minute drei hundertprozentige Torschüsse. So endete die erste Halbzeit mit einem Remis.
Eintracht spielte in der zweiten Hälfte konzentriert weiter. Im Mittelfeld agierte nun Marco Wolff für Recai Kurt. Wie aus dem Nichts bekam Frank Bestler in der 46. Minute den Ball aus etwa vierzig Metern und schoss direkt, in Form einer Bogenlampe, auf das gegnerische Tor. Der Ball wurde länger und länger und knallte gegen den linken Pfosten, der Keeper wirkte apathisch, am schnellsten reagierte der zur Halbzeit für Karsten Nay eingewechselte Enno Kämmerer, spielte den Torhüter aus und schob die Kugel zur 1:2 Führung für die Gäste ein. Eine sehenswerte Situation!
Der weitere Verlauf des Spiels schmerzte. Eintracht erkämpfte sich in der Folge zunehmend gute Torchancen, konnte diese leider nicht fruchtbar umsetzen. Einen sehr gut gespielten Ball in die Tiefe von Marco Wolff, konnte Lars Lorenzen in der 53. Minute leider nicht verwehrten. Er überlegte einen Bruchteil einer Sekunde und scheitere anschließend an dem herausgelaufenen Torhüter. Ob Thomas Loock, der eine sehr hohe Laufbereitschaft zeigte und in dieser Situation als Anspielstation die bessere Alternative wäre, wage ich zu bezweifeln – es roch stark nach Abseits. In der Folgeminute stand der übersichtsstarke Malte Bley ganz alleine vor dem Tor und auch ihm gelang es nicht, das Runde ins Eckige zu befördern. In der 60. Minute erneut eine sehr gute Kombination der Eisenbahner, die vom Schiri abgepfiffen wurde. Ausgangspunkt war ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen Thomas Loock und Malte Bley.
Wenn Klausdorf mal in die Nähe des Eintrachttores kam, stand u.a. der mittlerweile eingewechselte Michael Loock und Boy Büttner immer zur Stelle. Und doch gelang es den Gastgebern in der 62. Minute eine hundertprozentige nicht zu verwerten. Einen Traumpass von Serif Urhan konnte in der 76. Minute Recai Kurt nicht verwerten. Er versuchte den Ball um den herauslaufenden Keeper mit dem rechten Außenrist zu schlenzen. Es blieb bei dem Versuch. Mit dem Gegenangriff über links gelang es TSV Klausdorf tatsächlich die zweite Torchance der zweiten Halbzeit zum 2:2 Entstand zu manifestieren.
Nicht das Ergebnis war heute Abend ausschlaggebend, sondern die geschlossene Mannschaftsleistung. Ein weiteres Ziel für die nächsten Spiele sollte u.a. die Ruhe im Spiel der Eintracht sein.
(Recai Kurt)
Die bis jetzt schlechteste gezeigte Mannschaftsleistung in dieser Saison spiegelt das Endergebnis nur zu deutlich wieder.
Eigentlich hatte man sich viel vorgenommen, um die guten Eindrücke der vergangenen Spiele auch an diesem Freitag fortzusetzen. Wieder sollte das Mittelfeld aus dem mittlerweile bewährten 3-5-2 System den Spielaufbau des Gegners stören, die Manndecker die Spitzen ausschalten und selbst bei schneller Balleroberung eigene Chancen kreieren. Doch leider spielte der Gegner nicht mit. Denn schon nach 7 Minuten führte Süd mit 2:0. Eine Flanke, eine Ecke, zwei verlorene Kopfballduelle unsererseits nahe des Fünfmeter Raumes und die Bälle waren im Netz. Das war eigentlich schon der Knackpunkt dieser Partie, der Gegner spielte jetzt befreit auf, wir ließen schon vorzeitig die Köpfe hängen, die aufkommende Unruhe im Team trug ihren Teil dazu bei und alle Aufgaben, die man sich zu Beginn des Spiels vorgenommen hatte, wurden nicht mehr umgesetzt. Hinzu kam, dass wir des Öfteren schnell wechselten, da mehrere Spieler aufgrund von Verletzungen außerhalb des Spielfeldes behandelt werden mussten. So ging die Ordnung verloren und der Gegner hatte leichtes Spiel, um in der 31. Spielminute nachzulegen und auf 3:0 zu erhöhen. Wir konnten uns bis dahin nie eine wirkliche Chance erspielen und froh sein, dass der Gegner seine Überlegenheit nicht in weitere Treffer ummünzte. So blieb es bis zum Pausenpfiff bei diesem Ergebnis.
In der Halbzeitpause versuchte Klaus-Dieter uns mit seiner Ansprache neu zu motivieren und durch taktische Vorgaben sich besser auf den Gegner einzustellen.
Es wurde probiert, dieses auch sofort umzusetzen, doch man hielt nicht lange durch, denn schon in der 47. Minute durften wir den Ball ein weiteres Mal aus unserem Netz holen. Ein schöner Steilpass in den Lauf des Angreifers von Süd ein strammer Linksschuss und schon stand es 0:4. Nun war der Damm endgültig gebrochen. Der Gegner erspielte sich weitere Chancen, eigene Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Hinzu kam, dass die Kräfte bei unserer Mannschaft nachließen und der FC Süd somit mit uns machen konnte, was er wollte. Das 0:5 war die logische Konsequenz daraus, als in der 58. Minute ein gegnerischer Mittelfeldspieler ein Sololauf erfolgreich abschloss und unserem Keeper keine Abwehrmöglichkeit ließ. Bis zur 63. Minute fielen denn auch noch die letzten beiden Gegentreffer zum 0:7. Erst jetzt ließ der Gegner uns im Gefühl des sicheren Sieges auch eigene Chancen erarbeiten, darunter sogar eine hundert Prozentige, die aber auch nicht genutzt werden konnte. So blieb es bis zum Schluss bei diesem 0:7. Der Gegner hatte die bessere Bank und die fähigeren Einzelspieler, so dass letztendlich das Ergebnis auch in dieser Höhe in Ordnung ging.
Wir hätten wahrscheinlich noch drei Stunden weiterspielen können, ohne selbst einen Treffer zu erzielen, auch ließen wir an diesem Abend, die in den letzten Begegnungen gezeigte geschlossene Mannschaftsleistung, komplett vermissen.
Bester Spieler war an diesem Abend in meinen Augen unser Torwart Jörg S., der eine noch höhere Niederlage mit einigen guten Paraden verhinderte.
(Jens Schmidt)
TSV Flintbek – Eintracht Kiel
In der Anfangsphase sahen wir, wie erwartet, ein ausgeglichenes Spiel gegen unseren Tabellennachbarn.
Flintbek spielte stark im Mittelfeld und versuchte mit langen Bällen unsere gut stehende Deckung zu überwinden, was auch einige Male gelang, aber nicht mit dem gewünschten Erfolg aus Flintbeker Sicht.
Nach 10 Minuten wurden wir etwas stärker und sicherer im Spielaufbau. Kurz darauf fiel auch das 0:1 für unsere Mannschaft. Nach einem sehr guten Zuspiel von Finn auf Fabian konnte er gezielt auf Leon K. flanken, der den Ball nun noch über die Linie drücken musste.
Unsere Jungs spielten sich in der Folgezeit viele Chancen durch guten Kombinationsfußball heraus, scheiterten aber immer wieder an dem hervorragenden Torhüter der Flintbeker Mannschaft. Wieder durch einen hervorragend eingeleiteten Angriff konnte Gordon noch vor der Pause auf 0:2 erhöhen.
Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Hälfte zeigten beide Mannschaften ein sehr gutes Spiel mit zahlreichen Chancen und flüssigen Kombinationen. Auch die kämpferische Einstellung beider Mannschaften war stark. Es wurde kein Ball verloren gegeben und immer wieder nachgesetzt. Nach einem abgewehrten Eckball, konnte Joshua aus der Distanz mit einem sehenswerten Heber den Torhüter der Gastgeber erneut überwinden und auf 0:3 erhöhen.
Das 0:4 kurz vor dem Ende der Partie fiel durch ein Eigentor. Aus dem Gewühl heraus kam ein Schuss, der am Pfosten abprallte und einem gegnerischem Verteidiger ans Bein sprang und von dort ins Tor.
So blieb es dann auch bis zum Abpfiff.
Fazit:
Wir haben an diesem verregneten Morgen, der pünktlich zu Anpfiff besser wurde, ein tolles Fußballspiel gesehen mit dem besseren Ende für unser Team. Vielleicht ist der Sieg um das eine oder andere Tor zu hoch ausgefallen.
Am kommenden Mittwoch um 18:00 Uhr findet schon das Rückspiel statt und wir hoffen, ein ähnlich gutes Spiel zeigen zu können und dass die Punkte bei uns bleiben.









